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Tanzstundenabschlussball

vom Freitag, 24. November 2017
Eins, zwei, Cha-Cha-Cha

von Roberto Burian

Feuer und Flamme für das Tanzen sind große und kleine Paare am Wochenende in Bad Blankenburg.
Musik im Blut haben viele. Nur wissen die Beine oftmals nichts davon. Tanzen will gelernt sein. Wenn man kein Naturtalent ist und keine hilfreichen großen Brüder (oder Schwestern) hat, bleibt nur der Gang zur Tanzschule. Am Wochenende war es wieder soweit. Zum letzten Walzer in diesem Jahr wurde in die Bad Blankenburger Stadthalle eingeladen. Entzückende Damen in rückenfreien Ballkleidern und junge Herren mit Jackett, Krawatte und gegelten Haaren – die Eltern erkannten ihre Teenies kaum wieder, als diese perfekt gestylt „in die Gesellschaft eingeführt wurden“. Denn der Tanzstundenabschlussball erfülle auch heute noch diesen Zweck, betonte Susanne Hähner. Mit ihrem Team von der Saalfelder Tanzschule betreut sie seit Jahren die Tanzkurse. Diesmal verwandeln am Freitag und Samstag jeweils 200 Schüler von den Bildungseinrichtungen in Saalfeld, Rudolstadt und Pößneck, begleitet von 600 Angehörigen, das Veranstaltungshaus der Fröbelstadt in einen Ballsaal. Dass das Tanzen wieder schick ist, war beim Abschlussball deutlich zu erleben. Die Jungs und Mädels, die mit einer feierlichen Polonaise den festlichen Abend eröffneten, tanzten sich fast die Schuhsohlen durch. „Ich wurde zur Tanzstunde gegangen, nämlich von meinen Eltern“, grinste ein Blondschopf süffisant. Josefine Münkel aus Saalfeld spricht dagegen von Familientradition. „ Jeder hat bei uns die Tanzstunde gemacht“, verrät die 14-Jährige. Zig Video- und Digitalkameras wurden gezückt, als die Töchter ihre Väter und die Söhne ihre Mütter zum Tanz aufforderten. Jene hatten die Gelegenheit, selbst ihre Kenntnisse in Sachen Walzer und Disco-Fox aufzufrischen, um sich vor ihren Kindern nicht zu blamieren. Für die Teenager ist das Speed-Dating pur, sie werden immer wieder mit neuen Gegenübern konfrontiert. Einen Wiener Walzer tanzen zu können, gehört wieder zum guten Ton. Auch viele Jugendliche finden das cool. Sie wollen nicht nur vor sich hin zappeln, sondern Walzer tanzen, Foxtrott und Samba. Denn Gesellschaftstanz ist zum Massenphänomen geworden. „In jeder Tanzart gibt es immer mehr Leute quer durch den Bevölkerungsschnitt, vom Professor bis zum Handwerker, von der Großmutter bis zum Schüler“, sagt Tanzlehrer Felix Hildebrandt. Keiner der Anwesenden konnte sich wenig später dem Charme des Auftrittes der Lavendelprinzessinnen Klara und Selma sowie der kleinen Elina mit ihren Partnern Toni, Hannes und Justus entziehen. Die Siebenjährigen präsentierten das kleine Einmaleins des Tanzens. Mit Mambo aus dem Kultfilm „Dirty Dancing“ überzeugte der Jugendtanzkreis gegen Mitternacht. Unter den Paaren sind auch Tristan Piater und Paula Hübel. Die beiden gehören mit weiteren1 4 Tänzerinnen und Tänzern, von der Tanzschule aus der Kreisstadt, zu den Qualifizierten für den Dresdner Opernball. Am 26. Januar 2018 wollen sie auf dem berühmten Parkett ihr tänzerisches Können unter Beweis stellen. Die Mischung der Besucher in der Stadthalle ist erstaunlich: Jung trifft auf alt, Lackschuh auf Wohlfühlschlappen, peppig auf konservativ. Doch eines wird sehr schnell klar, die Tanzschule als angestaubte Pflichtveranstaltung auf dem Weg zum Schulabschluss - das war einmal.

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