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1. Büttenabend

vom Samstag, 27. Januar 2018
Derbe Witze, herrlicher Nonsens: Büttenabend-Premiere in Bad Blankenburg

von Roberto Burian

Als die galant gefrackten Herren des Bad Blankenburger Elferrates mit ihrem Gefolge am Samstag in die Narrhalla von Kurschanien einzogen, gab es bereits stehende Ovationen von Hunderten begeisterten Närrinnen und Narren. Wehe, wenn sie losgelassen! Im Anschluss haben es die Aktiven vom Bad Blankenburger Carnevalclub in ihrem gut besuchten Wohnzimmer dreieinhalb Stunden ordentlich krachen lassen. Das abendfüllende Programm war eine gelungene Mischung aus Büttenreden, Sketchen, Musik und Tanz. Die Zuhörer ließen sich nicht lange bitten und feierten die Akteure auf der Bühne. Es war ein Büttenabend, der farbenfroh, rasant und jede Menge Herzblut ausstrahlte. Mit pointierten Büttenreden in fein geschliffenen Worten oder gekonnter Komik, mit kreativen Schautänzen und nicht zuletzt zackigen Marschtänzen machte die Narrenjugend mit Nachdruck auf ihr bemerkenswertes Können aufmerksam. Was die kleinen BBCC‘ler alles tänzerisch drauf haben, zeigten sie den Gästen gleich am Anfang. Die unter der Leitung von Susi Voigt, Tina Hegewald und Kristin Voigt agierende 38-köpfige Kindertanzgruppe der Tanzflöhe mit ihrem Showtanz „Wir gehen Zelten“ erntete stürmischen Applaus. Da muss es einem um den närrischen Nachwuchs nicht bange sein. Danach nutzte Lutz Meier als sexy Biene Maja den noch frischen Geist des Publikums für seinen Auftritt in der Bütt. Die Narrenfreiheit wurde jedenfalls weidlich genutzt.
Ungeniert wurde angeprangert, was dem Volk nicht gefällt. Wie immer war seine Rede gespickt mit viel Lokalkolorit und bisher gut gehüteten Stadt-Geheimnissen. Die massive Aufwartung der Prominenz aus der Politik, darunter auch die Bürgermeister des Städtedreiecks, bekam dabei so einiges auf die Kappe. Einen Augen- und Ohrenschmaus zauberten die Akteure der Jugendtanzgruppe auf die Bühne in tollen Kostümen und mit viel Ausstrahlungskraft der Tänzerinnen und Tänzer. Die bezaubernden fünf Mariechen zeigten mit viel Temperament Schwung, Akrobatik und toller Ausstrahlung ein mit ihren Trainerinnen einstudiertes Medley. Regelrecht geliebt wurden die zwei Waschweiber aus Fröbitz. Die beiden gnadenlosen Tratschtanten präsentierten einmal mehr derbe Witze, herrlichen Nonsens und die Gabe, sich selbst auf die Schippe zu nehmen. Ein weiterer Höhepunkt war der Tanz des Männerballetts. Die Jungs wirbelten als Ritter und Burgfräuleins erstaunlich schnell und gelenkig über die Bühne. Das brachte die Narren vor dem großen Finale noch einmal so richtig aus dem Häuschen. Ein weiteres Ass im Ärmel hatte der Vergnügungsausschuss mit Bernd Rost und seinen Mitstreitern, ein Import des Weimarer Handwerkerkarnevals, welche die Gäste in das alte Rom entführten. Luitgard Winkler zeichnete als Trainerin für den Showbeitrag der Tanzgruppe mit „Back to the 90s“ verantwortlich. Ein wahrhaft tänzerischer „Hammer“ der profihaft agierenden Akteure war das zum Ende des Abends. „Närrisches Outfit, Gereimtes mit Musik, dreimal Tätäääh - und fertig ist ein gelungener Büttenabend“, brachte es ein Mittfünfziger mit Clownsmaske schelmisch grinsend auf den Punkt.
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