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Frühstückstreffen für Frauen (vormittags)

vom Samstag, 10. März 2018
Fitness für die Seele
Beim Frühstückstreffen für Frauen in Bad Blankenburg geht nichts über die Gemeinschaft.

von Roberto Burian

Rund 700 Frauen sind zum 35. Frühstückstreffen für Frauen gekommen – nicht nur, um gemütlich zu frühstücken. Das Thema „Deine Stärke macht mich schwach“ hatte die meisten neugierig gemacht.
Das Format hat sich bewährt: Frühstücken in einer großen, geselligen Runde und dabei ein bisschen Musikkultur und ein erbauliches mit geistigen Impulsen gespicktes Referat erleben - das ist das Konzept des Vereins Frühstückstreffen für Frauen. „Das ist nicht mein erster Besuch in Bad Blankenburg und ich bin immer wieder beeindruckt von dieser schönen Stadt und der tollen Beteiligung am Frühstückstreffen", sagte Silke Stattaus. Die Referentin hatte sich zuvor detailliert mit der Thematik „Deine Stärke macht mich schwach – von grauen Mäusen und bunten Vögeln“ befasst. In ihrem Referat rief sie dazu auf, sich nicht in eine Schublade mit der Aufschrift „stark“ oder „schwach“ stecken zu lassen. „Wir verknüpfen leichtfertig Schwäche als etwas Negatives und Stärke als positiv, aber das sind meist subjektive Einschätzungen, die aus bestimmten Umständen abgeleitet werden“, sagte Stattaus. „Schwache Menschen benötigen Hilfe und sind daher die Verlierer. Sie sind unbeliebt und müssen sich durchs Leben beißen. Doch ist das wirklich so?“ hinterfragte sie das scheinbar Selbstverständliche. Es komme auf eine gute Gemeinschaft an - und die gedeihe dort, „wo jeder mal stark und auch mal schwach sein darf“. Aber um das Leben meistern zu können, brauche es ein gesundes Selbstbewusstsein, man müsse aber nicht immer alles selbst bewältigen. „Bleiben Sie neugierig, gehen Sie auf Entdeckungsreise und suchen Sie ihren eigenen Platz im Leben“ rief Silke Stattaus den Frauen im voll besetzten Saal zu. Beispiele aus dem Leben der Referentin untermauerten die These. Den traditionellen Lebensabschnittsbericht gab es diesmal von Dorothee Arnrich. Die Bad Blankenburgerin thematisierte wie sie durch den Glauben von der grauen Maus zum bunten Vogel werden durfte. Abwechslung wird bei der Veranstaltung groß geschrieben, denn nicht nur die Vortragsthemen ändern sich immer wieder. So ist zwischendurch brasilianisches Flair spürbar. Ein Hauch der Zuckerhut-Metropole wehte beim Auftritt junger Tänzerinnen und Tänzer durch das Veranstaltungshaus. Gemeinschaft steht hier eben an erster Stelle. „Es ist fast schon eine familiäre Atmosphäre“, wie es Organisatorin Irmtrud Chmell formuliert. „Jeder kümmert sich um jeden.“ Für circa zwei Stunden sind die Frauen nur unter sich. Wer Kinder hat, darf sie gerne mitbringen, für sie gibt es eine extra Betreuung mit Spiel und Spaß. Und für die Mütter ist es mal schön, nicht darauf zu achten, dass die Marmelade auf dem Brot landet anstatt auf dem T-Shirt. Wer mit dem Glauben aber nicht viel am Hut hat, der ist auf keinen Fall fehl am Platz. „Jeder kann kommen“, so die „Frühstücksfrau der ersten Stunde“, „Wir sind schließlich Frauen und reden über Frauenthemen.“
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