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21. Thüringer Weltsichten Festival

vom Freitag, 1. Februar 2019
Den Abenteurer in sich entdecken
Spannung, Romantik und Abenteuer auf der Leinwand und rundum die Stadthalle beim 21. Weltsichten Festival in Bad Blankenburg

von Roberto Burian

Menschen, Landschaft, Begegnungen – davon lebt das Weltsichten Festival in Bad Blankenburg, das abermals Tausende Besucher zum 21. Mal in ferne Länder entführte – oder die Heimat nahebrachte. Bildgewaltige Vorträge von Touren durch Europa und Amerika bis zu den Gletschern Alaskas zeigen nicht nur die schönsten Flecken der Erde, sondern auch eindrucksvolle Erlebnisse der Referenten auf der Reise. Bei der diesjährigen Auflage flimmerten 11 Vorträge über die Leinwand in der Stadthalle, in deren Mittelpunkt das Thema Entschleunigung stand. 11 Beiträge – elf unterschiedliche Themen und Herangehensweisen. Aber alle haben eines gemeinsam: die Liebe zum Planeten. Alle Beiträge zeigten auf ihre spezielle Art Bewunderung und Respekt. Mit ihrer neuen Multivisionsshow „Seidenstraße und Meer - Marco Polo´s Abenteuer erlebt“ als Einstieg setzten die Organisatoren Axel Brümmer und Peter Glöckner auf eine sichere Bank. Die Rechnung ging auf, denn die dicht gefüllten Stuhlreihen unterstrichen, dass das Thema von seiner Faszination wenig eingebüßt hat. Ein Leben lang sind sie unterwegs und haben immer wieder von ihren Begegnungen mit Menschen aller Herren Länder berichtet. Dies ist ihre Art, „Mutter Erde“ zu dienen und Brücken zu schlagen, zwischen Kulturen, Religionen und Menschen. Die Multivisionsabende über ihre Expedition oder die Etappen sind mehr als „großes Kino“. Die Sympathieträger sind anwesend, und die hautnahen Schilderungen verleihen diesen Shows eine ungewöhnliche Authentizität. Im Anschluss zog der Arktis- und Eisbärenkenner Deutschlands Norbert Rosing mit seinem Vortrag „Nordwärts“ die Zuschauer in seinen Bann. Am Samstag gab es das Lateinamerika-Spezial mit den Vorträgen „Mittelamerika“ und „Die Anden“. Lutz Jäkel entführte mit atemberaubenden Bildern in die Einzigartigkeit Syriens und Sven Meurs ging mit den Gästen „Auf Safari in der Großstadt“. Denn erstaunlicherweise gibt es in Deutschland kaum so artenreiche Regionen wie unsere Großstädte. Abenteuerfotografin Ulla Lohmann berichtete von ihrem Traum, einmal ganz nah am Krater eines aktiven Vulkans zu stehen. National Geographic Fotograf Dieter Schonlau tauchte gestern in den Zauber der Regenwälder ein und der Bergsteiger Hans Thurner berichtete über abenteuerliche Expeditionen. Aussteiger Mario Goldstein reiste am Nachmittag in die unberührte Wildnis Kanadas und Alaskas und Walter Steinberg dokumentierte dann zum Abschluss eine Perle voller Gegensätze im Mittelmeer: Korsika. Mit atemberaubenden Aufnahmen, spannenden Geschichten und wichtigen Informationen schafften die Referenten Bewusstsein und machten gleichzeitig Lust auf Abenteuer, ganz besondere Erlebnisse und ein Gefühl von Freiheit. Abenteuer ist ein weiter Begriff und für jeden etwas anderes. Aber im Grunde geht es darum, etwas Neues auszuprobieren, die eigene Komfortzone zu verlassen. Und das klappt auch ohne Arktis-Expedition oder monatelange Auszeiten. Man muss nicht weit reisen, um Schönheiten zu entdecken. Deutschland hat ebenfalls so unglaublich viele schöne Ecken, Orte, Landschaften, Burgen und Schlösser. „Ich mache selber gerne Fotos und mag tolle Bilder, vor allem Landschaftsaufnahmen. So bin ich auch immer auf der Suche nach neuen Ideen und Inspirationen, sagt ein Mittfünfziger aus Überzeugung. In den letzten Jahren sind stets sehr viele Zuschauer in die Fröbelstadt gekommen. Die Gäste genießen dazu auch das bunte Rahmenprogramm – es gibt Speisen und Snacks aus fernen Ländern, Umwelt-Gruppen verkaufen fair gehandelte Waren. Die Veranstaltung hört nicht auf zu wachsen. Das gilt nicht nur für die Zahl der Gäste, sondern auch und vor allem für das reichhaltige Programmangebot. Um die kindliche Fantasie in Schwung zu bringen und die Kids auf Entdeckertour zu schicken, hatten sich die Protagonisten wieder so einiges einfallen lassen. Vorträge und Workshops speziell für Kinder und Jugendliche, mit vielen Möglichkeiten selber mitzumachen und sich auszuprobieren, sollten die Neugier auf die Welt, das Reisen und Fotografieren und vor allem auf die eigenen Fähigkeiten wecken. Schokolade konnte selbst hergestellt werden, Puppenspiel, Kinderfotoworkshop oder Zirkus waren gut besucht. Eine Foto-Ausstellung, zahlreiche Outdooraktionen wie eine Seilrutsche über die Schwarza, Bogenschießen und ein Trapper Camp stießen auf große Begeisterung. Natürlich wurde auch Bewährtes beibehalten. Dazu gehören das traditionelle Wintercamping, die legendären Aftershow-Party im Festzelt bei der didiplay die Stimmung anheizt oder das Eisbaden am Sonntagmorgen. Man darf gespannt sein, welches Ziel die beiden Thüringer demnächst wieder aufs Rad treibt.

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