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Karneval der Masken

vom Samstag, 2. März 2019
Bunt, fantasievoll, schrill
Faszinierende Kostüme beim Karneval der Masken in Bad Blankenburg.

von Roberto Burian

Wenn Harlekine, Rocker, Bienen und eine ganze Schar Skatkarten tanzen, ausgelassen feiern und keusche Ordensfrauen auch mal den Teufel küssen, ist Mann und Frau auf dem Maskenball in Bad Blankenburg. Jedes Jahr kann man dort ausgefallene, bunte Kostüme und Masken bewundern, mit denen sich die Besucher schmücken. Die Nacht in Kurschanien bietet alles, was das Narrenherz begehrt. Ob bunte Perücken, falsche Zähne, Glitzer oder schräge Schminke: Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Tolle Show ¬ Einlagen, mitreißende Musik und eine grandios maskierte Narrenschar – der Samstag war ein fröhliches, kunterbuntes Vergnügen. Die Feierwütigen haben die gute Laune unter ihren Perücken versteckt oder unter einen Hut gebracht. Gut gelaunte Flamingos, Schneefrauen und Flocken, Ritter, Mönche und Clowns feierten was das Zeug hielt - sogar Donald Trump war unter den Narren. Bei Hits aus Rock und Pop wird lauthals mitgesungen und bei den Faschingsklassikern mitgeschunkelt. Bedrohlicher wurde es da schon, als Figuren wie Frankenstein oder der schwarze Mönch durch das närrische Auditorium streiften. Geboten wird den Gästen eine spektakuläre Narrenschau mit Elementen der Büttenabende, aber auch der Weiberfastnacht, die den Anwesenden beim Tanzen, Singen und Lachen viel Gelegenheit zur Entfaltung lässt. Nicht ganz so elegant wie die jungen Mädels, dafür mit mindestens genauso viel Begeisterung, liefern die „Elfen“ vom Männerballett ihren Auftritt ab. Spaß muss schließlich sein, und wer ausgerechnet zum Karneval zu empfindlich ist, geht zum Lachen vermutlich auch in den Keller. Der Rädelsführer der Truppe Präsident Lutz Krämer und sein Co-Moderator Daniel Klemm lassen den Saal unter ihren Worten erbeben und werden nicht müde den Schlachtruf, der BBCC´ler „Kur-Scha“ zu fordern: drei, vier Mal hintereinander. Das Publikum tönt zurück. Bald erreicht die Stimmung ihren Siedepunkt. Nicht wegzudenken ist zur Geisterstunde die beliebte Polonaise Blankenese, welche die Besucher ausgiebig nutzen, um sich in ihrer ganzen Kostümpracht zu zeigen und möglichst einen der attraktiven Preise einzuheimsen. Sogleich setzte sich der närrische Bandwurm in Bewegung. Alles was die bunte Palette an Kostümen hergibt, trifft sich zum Marsch durch die Narrhalla. Der Elferrat hatte auch diesmal ein Auge darauf, dass alles reibungslos über die Bühne geht. „Hier ist immer etwas los und hier wird auch weiterhin der Bär steppen“, sagt Saskia aus Saalfeld. Bis in die Morgenstunden wird zünftig weitergefeiert und getanzt, bis die Socken qualmten. Die fünfte Jahreszeit neigt sich dem Ende zu. Am Aschermittwoch ist ja bekanntlich alles schon wieder Geschichte. Wenn aus Hexen, Teufeln und Co. wieder Rechtsanwalt und Busfahrer werden und die Menschen nichtmehr um die Häuser ziehen, dann ist die närrische Zeit endgültig vorbei. Doch heute ist erst Rosenmontag und es darf offiziell noch gefeiert und geschunkelt werden – vorausgesetzt, die Puste reicht noch aus.

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