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35. Eselsnacht

vom Samstag, 26. Oktober 2019
Zeitumstellung: Die Stunde der Nachtschwärmer in Bad Blankenburg
„Dauerbrenner Eselsnacht“ zieht 1400 Fans ins Veranstaltungshaus der Fröbelstadt

von Roberto Burian

Es war wieder so weit. Schnell, schneller Zeitumstellung. Am letzten Wochenende im Oktober endet die Sommerzeit. Das heißt, die Uhren werden am 27. Oktober um 3 Uhr wieder umgestellt. Jedes Jahr stellt sich die Frage aufs Neue: Wird die Uhr im Herbst vor- oder zurückgestellt? Bevor diese Frage beantwortet wird, könnte folgende Eselsbrücke helfen: Ist im Oktober in Bad Blankenburg Eselsnacht wird die Uhr zurückgestellt. Man hat eine Stunde länger Zeit, um den Turntable-Dreher zu belagern und sich seine Lieblingssongs zu wünschen. Kühles Blondes, heiße Rhythmen und Hunderte im Partyfieber. Wie könnte man besser in den Herbst starten als mit einer Nacht voller Musik, Tanz und Spaß? Kaum erklangen die ersten Töne, schon standen die Besucher auf der Tanzfläche. Der Förderverein der Feierwilligen sprich die Eselswirte konnten zur Kultparty auch diesmal wieder 1400 Gäste begrüßen. Obschon der musikalische Act erst spät startete, kam keinerlei Langeweile auf. Getreu dem Motto „fit for fun“ zeigte Jongleur Leinado wie man lässig drei brennende Fackeln auf dem Hocheinrad jongliert. Im Anschluss trabte dann Jens Weidhase, Chef einer Rudolstädter Werbeagentur, mit Rollator in der Rolle eines alternden Kosmonauten zu einem Kosmodrom in die Saalmitte um sich dort sportlich zu betätigen. Was folgte waren zahlreiche Gäste die sich nach ihm trauten, dass spektakuläre Gerät einem Test zu unterziehen. Darunter auch Fabienne aus Apolda. „Hat super Spaß gemacht allerdings sollte man für eine solche Aktion unbedingt nüchtern sein“; griente die19- Jährige. DJ Böhmi spielt in seinem „Wohnzimmer“ alles von Stimmungshits bis Party-Rock und gab sich mit den Musikern der Band Zeitlos die Klinke in die Hand. Letztere sorgten dafür, dass für alle Generationen musikalisch kein Wunsch offen blieb. Parallel legte Dj Begge im kleinen Saal auf. Später dominiert der „Graue“ das Blitzlichtgewitter der Fotografen Auch heute wird wieder fleißig auf den Auslöser gedrückt. Ungerührt von ausgelassen feiernden Fans stand das Security-Personal wie ein Fels in der Brandung und passte auf, dass niemand einen Sprung auf die Bretter wagte, die ja bekanntlich die Welt bedeuten. Die Eselswirte hatten zweifellos den richtigen Riecher, als sie diesen Event einst ins Leben riefen. „Wir sind das ganze Jahr unterwegs, um die Nacht zu einem Erfolg zu machen, entscheidend ist, dass wir selbst gerne feiern“, sagt Wolfgang Hess. „Und nach jedem Fest wird eine Manöverkritik abgeliefert, um die Erfolgswelle am Rollen zu halten“, ergänzt Sven Minner. : Sie haben die Eselsnacht gegründet, großgemacht und all die Jahre geführt. Ein Ort im Partyfieber: Bässe wummern am Sonnabend über das Parkett. Der Boden bebt im Rhythmus der Musik. „Hey, den kenn ich doch“, sagt so mancher Gast, der am Samstag gekommen ist. Irgendwann hat dann auch der Esel das Kostüm abgelegt. „ Das schlaucht schon ganz schön“, grinst er tapfer. Die Mehrheit der Deutschen liegt friedlich im heimischen Bett, wenn in der Nacht zum Sonntag die Winterzeit beginnt. Rekordverdächtig wird sicherlich auch der eine oder andere „dicke Schädel“ am Morgen danach. Aber das wird den meisten egal sein. Schließlich muss man auf die nächste Eselsnacht wieder ein halbes Jahr warten.

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